Psychologie

Die psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung beruht in unserem Verständnis auf den Prinzipien

  1. Theoretische Fundierung
  2. Empirische Datenerhebung
  3. Datengestützte Empfehlungen
  4. Arbeitspsychologische Maßnahmen

Das bedeutet, dass wir von Beginn des Auftragsprojektes an für die weitere Konzeption wissenschaftliche Literatur miteinbeziehen und neueste Erkenntnisse berücksichtigen. Wir verbinden empirische Forschung mit theoretischer Reflexion, und gestalten den Wissenstranser für unsere Auftraggeber nach den Kriterien Anschaulichkeit, Wissenschaftlichkeit und Praxistauglichkeit. Die Datenerhebung wird nach Möglichkeit sowohl quantitativ als auch qualitativ durchgeführt. Wir sind auf die konstruktive Verbindung von Informationen, die in die „Breite“ gehen (z. B. durch Fragebögen) mit Informationen der „Tiefe“ (etwa durch Leitfadeninterviews mit Experten, Fokusgruppen) spezialisiert.

Durch die jahrelange Erfahrung mit sozialwissenschaftlichen und medizinischen Forschungsprojekten sowie unsere Einbindung in die universitäre wissenschaftliche Forschung und Lehre garantieren wir die Einhaltung hoher wissenschaftlicher Standards. Aus dem empirischen Datenmaterial leiten wir theoretisch fundiert Empfehlungen ab und bereiten diese praxisorientiert für unsere Kunden auf. Je nach Kundenwunsch stellen wir die Ergebnisse unserer Projekte auf organisationsinternen oder öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen von Vorträgen, Expertengesprächen oder Postern vor.

Hier finden Sie einige Beispiele über Bereiche unserer Tätigkeiten.

1. Wissenschaftliche Expertisen

Die Matrizen-Tests von Raven sind die weltweit am zweithäufigsten eingesetzten psychologischen Tests. Sie sind in mehreren Formen erhältlich: Standard Progressive Matrices, Advanced Progressive Matrices, Coloured Progressive Matrices und SPM+. Sie erfassen die eduktive Komponente von Spearmans “g” (Generalfaktor der Intelligenz), das heisst die “ability to make meaning out of confusion”. Die Raven-Tests haben sich seit nunmehr über siebzig Jahren in einem breiten Anwendungsspektrum bewährt: Der erste Test aus dieser Reihe wurde bereits im Jahr 1936 auf den Markt gebracht und seither ständig weiterentwickelt. Aufgrund einer Einladung von Dr. John Raven, Edinburgh, stellten wir im Rahmen eines internationalen Symposiums beim “European congress of psychological assessment” in Budapest eigene Forschungsarbeiten vor, die in Kooperation mit Netzwerkpartnern (siehe Foto) entstanden sind. In erster Linie behandelten unsere Forschungsarbeiten das Problem der Eindimensionalität von Aufgaben der Raven-Matrizen-Tests im Kontext verschiedener probabilistischer Test-Modelle („Rasch Modelle“).

2. Die Balance zwischen Atmung und Herzschlag als Entspannungsindikator

Ausgehend von Forschungen aus den USA vor allem ab den 1990er Jahren wurde festgestellt, dass bei Stress-Reaktionen die Balance zwischen Atmung und Herzschlag zurückgeht, während es bei Reaktionen wie Freude und Dankbarkeit zu einer messbaren Synchronisation Atmung / Herzschlag kommt.

Wir setzen im Rahmen arbeitspsychologischer Maßnahmen Geräte zur Ableitung der Heart-Rate-Variability ein, um die Prozesse der Entspannung zu messen und darzustellen. So können etwa Entspannungsübungen besser gelernt werden. Auch Biofeedback-Geräte ermöglichen es, körperliche Vorgänge, wie sie etwa in Stress-Situationen geschehen, abzuleiten und über einen Computer „sichtbar“ zu machen.

3. Präsentationen auf wissenschaftlichen Kongressen

Wissenschaftliche Ergebnisse sind praktisch wertlos, wenn sie nicht einer bestimmten Öffentlichkeit nähergebracht werden. Selbstverständlich präsentieren wir die Resultate unserer Auftragsforschung im gewünschten Rahmen: firmenintern ebenso wie auf nationalen oder internationalen Kongressen, oder in Form wissenschaftlicher Publikationen in Fachjournalen.

Auf einer Tagung europäischer Armee-Psychologen in der Maria Theresien Kaserne in Wien präsentierten wir die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen psychologischer Testungen bei der Auswahl von Führungskräften.

 

4. Arbeitspsychologische Massnahmen

Die Test-Diagnostik erlaubt die wissenschaftlich fundierte Formulierung von Interventionsmassnahmen, welche direkten Nutzen für Ihr Unternehmen bringen. Ein Beispiel: Untersuchungen stellen regelmässig fest, dass Arbeitsstress die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft vermindert, wobei Stress und Burnout (innere Erschöpfung) ca. ein Viertel der europäischen ArbeitnehmerInnen betreffen. Die Stressgefährdung ist in Betrieben mit etwa 50 bis 500 Beschäftigten besonders stark. Arbeitspsychologische Maßnahmen erschöpfen sich dabei niemals in reinen psychologisch-diagnostischen Erhebungen. Diese sind wichtig und beinhalten relevante Informationen, doch werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse alleine nicht den komplexen Einflussfaktoren, die auf Menschen wirken und von diesen ausgehen, gerecht. Für einen mittelständischen Betrieb erarbeiten wir einen Mix aus verschiedenen Methoden und Vorgehensweisen – von der Testdiagnostik über Aufklärung und Schulung bis zu Trainingsmassnahmen wie Biofeedback. So konnten, ausgehend von der wissenschaftlich fundierten Erhebung des Status quo, für die MitarbeiterInnen zusätzliche Massnahmenpakete im Rahmen eines bestehenden Programmes zur betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten werden.